Schützenverein "Westliche Saaleaue 1995 e.V." Angersdorf
  Umgang mit Waffen
 

Besitz von erlaubnisbedürftigen Schusswaffen und Munition

Was ist zwingend zu tun ?

1. Gesetzliche Vorschriften hinsichtlich der erforderlichen Behältnisse müssen eingehalten werden
2. Außer dem Berechtigten (WBK Besitzer) darf keiner Zugang zu den Waffenschrank haben
3. Schlüssel darf nicht allgemein zugänglich verwahrt werden
4. Zahlenkombination darf keiner anderen Person bekannt sein 
5. trifft für Ehepartner, Kinder sonst lebender Personen im Haushalt zu
6. Nachlässigkeiten im Haushalt müssen zwingend ausgeschlossen werden
7. Eine nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechende Aufbewahrung stellt die Zuverlässigkeit des Sportschützen in Frage und führt zum Widerruf der Waffenbesitzkarte und damit zum Verlust der Waffen


Kontrolle der Waffenbehörde!

1. Waffenbesitzkarteninhaber ist verpflichtet, der zuständigen Behörde die ordnungsgemäße Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen und Munition nachzuweisen, insbesondere bei Beantragung einer Erlaubnis
2. ohne konkreten Anlass ist der Zutritt zu dem Ort der Aufbewahrung zu gewähren
3. es darf kontrolliert werden ob die Behältnisse den Vorschriften entsprechen und ob die eingetragenen Waffen vorhanden sind, dies gilt auch für die Munition
4. eine Durchsuchung der Wohnung ist nicht zulässig, hier gilt der Grundsatz der Unverletzlichkeit der Wohnung
5. Artikel 13 Grundgesetzt: " Gegen den willen des Inhabers dürfen Wohnräume nur zur Verhütung  dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit betreten werden, ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss ist in diesen fall nicht erforderlich"
6. bei Verstößen gegen die Vorschrift kann mit Bußgeld bis zu 10T Euro gerechnet werden
7. vorsätzliche Verstöße  die den zugriff Unberechtigter ermöglichen. muss mit Strafen bis zu 3 Jahren Gefängnis rechnen


Transport von Waffen


1. Transport von einem Ort zum anderen ist in Deutschland nur erlaubt wenn:
 
   -  die Schusswaffe nicht schussbereit ist

   -  die Schusswaffe nicht zugriffsbereit ist

   -  Transport zu einem vom Bedürfnis umfasst Zweck erfolgt oder im Zusammenhang damit      erfolgt  



Fragen von Vorstand und Antworten durch die Behörde

Frage:
Wie ist die Abmeldung vom Waffenbesitz durch den Gesetzgeber geregelt?
Antwort:
nach § 15Abs. 5 des WaffG geregelt
in Worten. " Bei Austritt eines Schützen aus dem Verein, egal ob selbst oder vom verein, ist der Sportschütze aufgefordert innerhalb von 14 Tagen die Meldung bei der Behörde abzugeben!
Nach der Meldung wird die Behörde in der Regel bei dem ehemaligen Mitglied nachfragen. ob weiterhin ein Bedürfnis zum Waffenbesitz besteht. Falls innerhalb dieser Frist diese Abmeldung nicht geschehen, entstehen Konsequenzen, z.B. kann dann die Prüfung durch das Bundesverwaltungsamt durchgeführt werden. das wiederum ist langwierig und in der Zwischenzeit kann die Behörde den Verein " lahmlegen", z.B. werden dann keine Eintragungen in einer WBK von Vereinsmitgliedern durchgeführt."


Frage:
Wie kann ich mein Bedürfnis des Besitzes einer Waffe nachweisen?

Antwort:
Geprägt wird die Ausübung des Schießsportes neben der breitensportlichen Betätigung durch regelmäßiges Training und Teilnahme an Wettkämpfen bzw. zumindest vereinsinternen Wettkämpfen. Einmal monatlich d.h. 12 mal oder 18 mal im Jahr, muss der Nachweis erbracht werden. Bei Krankheit, vorübergehender Aufenthalt im Ausland, verstärkte Reisetätigkeit, kann die Behörde vom  Aberkenne der Erlaubnis absehen.

Frage:
Wie lange muss ich meine Trainingsnachweishefte aufheben?
Antwort:
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen dafür, am besten alles aufheben.


Frage:
Muss ich mein Munitionsschrank an der Wand befestigen?
Antwort:
es wird empfohlen, dies zu tun. Ein  eventueller Einbruch bzw.  Diebstahl muss möglichst verhindern bzw. erschwert werden, diesen zu entwenden.

Frage:
Welchen Grundsatz gilt die Aufbewahrung von Munition?
Antwort:
es gilt der Grundsatz der getrennten Aufbewahrung von Waffen und Munition! Siehe DSB Poster zur Aufbewahrung von Waffen und Munition.


Frage:
Welche Prüffristen der Behörde gibt es ?
Antwort:
Die Behörde ist verpflichtet nach dem Erstbesitzt einer WBK nach 3 Jahren dieses Bedürfnis erstmalig zu prüfen, nach §4 Abs. 4 WaffG. das bedeutet, es wird der trainingsnachweis im Schießbuch geprüft und von der Behörde, wenn dieser Nachweis in Ordnung ist, auch anerkannt. In dieser Vorschrift ist nicht die Rede davon, regelmäßig Prüfungen des Bedürfnisses aller 3 Jahre durchzuführen, sondern es sollte die Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern geprüft werden.

Das kostet bei unserer verantwortlichen Behörde ca.35 Euro. Jeder Schütze der eine Waffe (WBK) besitzt, muss sein Bedürfnisse nachweisen, ansonsten ist bei Nichteinhaltung mit Konsequenzen zu rechnen.


Frage:
Wie kann ich meine Waffe, wenn ich kein Bedarf mehr habe, abmelden?
Antwort:
Grundsätzlich wird die Austragung in der WBK von der Behörde durchgeführt, das kostet natürlich ( 16Euro/Waffe)

Ich kann aber auch ein Büchsenmacher damit beauftragen, der diese z.B. entgegen nimmt zum Kauf, dann muss ein Ankaufsformular ausgestellt werden, oder er zerstört diese Waffe bzw. macht sie unbrauchbar (Schauwaffe) und bestätigt mir das schriftlich.
z.B. Herstellung zu Schauwaffe kostet einer Langwaffe 22lfb. ca. 150 Euro, diese preise schwanken natürlich von Büchsenmacher zu Büchsenmacher


Frage:
Wie kann ich absichern, wenn keiner den Ort des Schlüssel für den Stahlschrank kennen darf bzw. die Zahlenkombination des Schrankes, dass nach mein Ableben jemand der berechtigt ist, diese Informationen erhalten kann?
Antwort:
Ich kann hier nur die notarielle Hinterlegung dieser Information selbst veranlassen!
Eine Vererbung der Waffen ist möglich, dafür sind aber gesetzliche Vorgaben zu beachten. Wer diese wissen möchte, kann bei der zuständigen Waffenbehörde um Auskunft bitten.


Es gibt eine kostenlose Vernichtung durch firmen z.B. Firma Mr. Target in Mansfeld

Eine Abgabe bei der Polizei ist nicht möglich, eine Abgabe der Waffe bei der Waffenbehörde ist möglich, kostet pro Waffe bei unserer Behörde ca. 75 Euro

Eine Zerstörung kann auch jeder selbst durchführen, muss aber zwingend durch ein Büchsenmacher anerkannt werden, das sollte man natürlich gemeinsam mit den Büchsenmacher absprechen



Waffenhändler im Saalkreis

Waffenhandel Andreas Best
Köthener Straße 25
Landsberg  Telefon 034602-20977

Waffenhandel  Helmut Diener
Vordergase 1
Bad Dürrenberg  Telefon 03462-82852

Waffenhandel Elmar Franke
König-Heinrich. Strasse 30
Merseburg Telefon 03461-212332

Wiederladezentrum Döllnitz
Inhaber Hartmut
Ernst Thälmann Platz 9
Schkopau    Telefon 0345-7823588

Sport-und Schützenzentrum
Inhaber Frank Dölgner
Poststrasse 2
Querfurt    Telefon 0173-7368476





 



 

 

 

 

 

 
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